Ausstattung mit Relevanz für Senioren
Betreutes Wohnen ist eine Wohnform, in der z.B. Senioren leben und von Sozialarbeitern dahingehend Hilfestellung und Unterstützung bekommen, ihr bisheriges Leben weitestgehend autonom und selbständig weiter zu führen. Rechtlich gehört das betreute Wohnen nicht zu Wohneinrichtungen im Sinne des Heimgesetztes. Es besteht rechtlich gesehen ein jeweils selbständiger Haushalt, die sozialpädagogische Betreuung wird als Angebot vertraglich definiert und vereinbart. So können Senioren zum Beispiel einen Begleitdienst in Anspruch nehmen, wenn sie sich nicht mehr zutrauen, tägliche Besorgungen allein zu bewältigen. Der Umgang mit Geld an sich ist oft nicht das Problem. Der Stress an der Kasse in Geschäften ist da eher ein Hindernis. Moderne Kassensysteme in Supermärkten können durchaus abschreckend wirken, so dass ältere Menschen verunsichert werden. Hinzu kommt dann vielleicht noch, dass nachfolgende Kunden ihren Einkauf natürlich auch bezahlen wollen, und so mancher in Eile ist. Dann entsteht für den Senioren an der Kasse eine vielleicht unerträgliche Situation. Und der fühlen sie sich oft nicht gewachsen. Hinzu kann dann noch kommen, dass Supermärkte so verwirrend mit Geräten ausgestattet sind, dass mancher den Überblick zu verlieren glaubt. Da sind die Leergutautomaten, die einen Bon mit Barcode ausgeben, der dann am POS-Kassenplatz zur Gutschrift abgegeben wird. Auch die Waagen bei Obst & Gemüse können verwirrend sein. Dort sind auf Tasten alle Waren der Abteilung hinterlegt, mit einem Tastendruck können Gewicht und Preis ermittelt werden. Manchmal sind ältere Menschen mit den vielen Tasten überfordert. Dabei ist die Idee dieser Waagen gut, nämlich einfache Bedienung für den Kunden der selbst aussucht, welche Früchte und wie viel davon er möchte. Der Begleitdienst ist da sicher ein kompetentes Angebot. Denn jüngere Menschen tun sich nicht so schwer, mit Neuerungen umzugehen. Denen macht es auch nichts aus, wenn im Supermarkt neue Kassensysteme die gute alte Registrierkasse ablösen oder gar eine SB-Kasse zur Bezahlung der Einkäufe zur Verfügung steht. Auch die Vernetzung von Waagen oder Leergutautomaten zur Kassensoftware ist für Senioren häufig schwieriger anzunehmen als für die jüngeren Mitmenschen. Es fällt mit zunehmendem Alter eben immer schwerer, Neuerungen akzeptieren und nutzen zu können. Die gute alte Kasse im Tante-Emma-Laden wird nicht mehr zurückkommen. Registrierkassen waren seinerzeit schon für viele eine unvorstellbare Revolution der Technik. Vielleicht ist es für Kassenhersteller und Anwender von Netzwerkkassen und Kassensystemen ein Ansporn, auch Geräte zu entwickeln oder anzuschaffen, die auch von Senioren nicht als Teufelszeug empfunden werden, sondern ganz selbstverständlich als tolle Errungenschaft anzuerkennen. Denn eine Kasse aus Großmutters Zeiten kann schon lange nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen genügen. Sogar Registrierkassen werden möglicherweise vom Markt verschwinden, wenn sie nicht von Kassenherstellern dahingehend weiterentwickelt werden, dass sie Netzwerktauglichkeit an den Tag legen und mit stationären oder auch mobilen Kassensystemen eine gemeinsame Kassensoftware nutzen können. Die Ausstattung aller Lebensbereiche ist meiner Meinung nach immer mehr auf alte Menschen abzustimmen. Denn wir werden immer älter und benötigen dann immer mehr Unterstützung und Erleichterung für alle anfallenden Dinge des Lebens.
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